28. Jan 2026
Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus haben wir in Waldniel-Hostert, am Clara-Schumann-Gymnasium Dülken und in der LVR-Klinik Süchteln der Opfer gedacht.















Titelbild: Gemeinde Schwalmtal
Beim gemeinsamen Gedenken in Waldniel-Hostert (von rechts nach links): Ruben Schroers, Niederkrüchtens Bürgermeister Thomas Ricker, Malte Fabianek, Schwalmtals Bürgermeister Andreas Gisbertz, Joleen Schmitz, Brüggens Bürgermeister Marcel Johnen, Nancy Aust, stellv. Bürgermeister Heinz-Josef Pascher (Schwalmtal, mit Hut) sowie vier Schüler*innen der Hauptschule.
Vielen Dank an die Schüler der 10b der Gemeinschaftshauptschule Waldniel. Die Schüler*innen haben den gut 200 Teilnehmenden fiktive Briefe der an diesem Ort getöteten Kinder an die Eltern verfasst. Briefe, die die Kinder damals niemals hätten schreiben dürfen. Ihre Botschaft: „Nie wieder“ ist kein Selbstläufer. Lasst uns diese Worte alle gemeinsam leben!“
Joleen Schmitz von der Lebenshilfe dankte den Schülerinnen und Schülern: „Es ist gut, dass ihr so eine Gedenkveranstaltung macht, denn so etwas darf nie wieder passieren!“
Links zu aktuellen Artikeln der Rheinischen Post:

Im Dülkener Clara-Schumann-Gymnasium ist gestern der Holocaust-Gedenktag der Viersener Schulen begangen worden. Schülerinnen und Schüler der gesamten Stadt gestalteten gemeinsam eine zentrale Gedenkveranstaltung. Auf Einladung von Geschichtslehrer John Lentzsch war André Sole-Bergers vor Ort und hat über das Lebenshilfe-Projekt „Ally – der Film“ und seinen „Lauf für Ally – für die Erinnerung“ erzählt. Er sprach über Verantwortung und Menschlichkeit und schlug eine Verbindung zwischen historischem Gedenken und dem heutigen Einsatz für ein inklusives Miteinander.
Ein Artikel erschien im Rheinischen Spiegel.

















Auf dem Gelände der LVR-Klinik Süchteln standen die Schicksale der Menschen im Fokus, die aus der damaligen Klinik deportiert und in Hadamar ermordet wurden.
Der „Initiativkreis 27. Januar“ begann traditionell vor der Hauptverwaltung. Anschließend führte ein Spaziergang zu den Stolpersteinen auf dem Klinikgelände. An jedem wurde von Lebenshilfe-Rat-Mitglied Michael Stenzel eine weiße Rose niedergelegt. Ein abschließender Gedenkgottesdienst fand in der Klinik-Kirche statt.
Dort stand die Geschichte von Alois Goffart im Mittelpunkt. 1915 in der Eifel in Kalterherberg geboren wuchs er in Frieden auf. Doch wegen epileptischer Anfälle kam er in eine stationäre Einrichtung. Ab dem Jahr 1933, nach dem “Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses”, durfte er nicht mehr nach Hause. 1936 wurde er nach Süchteln “Johannistal” verlegt und im Jahr 1937 im Allg. Krankhaus Viersen Zwangssterilisiert. Im Mai 1941 wurde er ins Zwischenlager Andernach verlegt, wo er nach nur neun Tagen, kurz nach seinem 26. Geburtstag, laut Totenschein, an einer Lungenentzündung verstarb. Im Jahr 2023 wurde in seinem Geburtsort Kalterherberg, auf Initiative seiner Familie, eine Gedenkstele für Euthanasie-Opfer eingeweiht.
Zum Schluss wurde auf unser Projekt „Ally – der Film“ hingewiesen und für die Realisierung Spenden in Höhe von 210 € gesammelt.
Link zum Artikel der Rheinischen Post.